Kein einziger deutscher Steuerzahler hat jemals verdutzt aus seinem Geldbeutel aufgeschaut und gemurmelt: „Verdammt, da fehlt doch was.“

 

von Ingo Hagel 

 

„Cum Ex“ – der größte Steuerraub der Geschichte 

 

 

Klar und verdienstvoll referiert Robert Stein diese Machenschaften der „Eliten“ – das muss ja immer in Anführungszeichen geschrieben werden – und ihrer superschlauen Wirtschaftsrechtler und -anwälte, gegen die über Jahrzehnte und fünf deutsche Finanzminister hinweg die deutschen Regierungen nichts unternommen haben. Er betreibt also Aufklärung im besten Sinne, von der man sich wünscht, das es davon noch viel, viel mehr gäbe. Das Problem dabei liegt aber darin, dass kein einziger deutscher Steuerzahler jemals verdutzt aus seinem Geldbeutel aufschaute und murmelte: „Verdammt, da fehlt doch was. Schon wieder Cum-Ex!“ Deshalb sind Plündertouren dieser Art – wie zum Beispiel auch die Bankenrettungen – gegen die anonyme Allgemeinheit der Steuerzahler so beliebt und lang anhaltend (die beschriebene währte über 20 Jahre lang).

 

Und man versteht an diesen Begebenheiten mal wieder etwas besser, 

warum sich in diesem System kaum etwas ändern wird, wenn die Not nicht immer größer, wenn die Gewalt der Ereignisse nicht immer fürchterlicher wird, damit Bewusstsein aus dem Schmerz erzeugt wird. Das heißt diese Plündertouren müssen sehr viel näher an den einzelnen Menschen heranrücken, als sie das in dem obigen harmlosen Beispiel tun.

31,8 Milliarden Euro Cum-Ex-Verluste für den Fiskus und damit den Steuerzahler in 20 Jahren sind doch nicht viel – angesichts der Höhe der Bankenrettungen, Target-Salden und sonstiger Verschuldungen des Bundes, für die ebenfalls der Steuerzahler haften soll.

Und das werden sie auch. Wer sich nicht von der Lottofee in der Tagesschau oder irgendwelchen Presserunden der Maso-Sado-Medien einlullen lässt, sondern – nur zum Beispiel – die Ereignisse Zum Zeitgeschehen wirklich verfolgt, wird nicht umhin können zu bemerken, dass auf allen Gebieten des menschlichen Lebens – beruflich, privat, wirtschaftlich, gesellschaftlich, sozial, finanziell, rechtlich, politisch, wissenschaftlich und so weiter und so fort – eine immer größere Verwirrung um sich greift.

 

Nur ein paar Beispiele von so vielen

Auch hier dasselbe wie bei Cum-Ex: Diese Kosten merkt keiner direkt:

Aggressionen in Ausländerämtern nehmen zu: Doofmichel muss für Sicherheit zahlen! 

…  Was die Ämter noch nicht zu wissen scheinen: Es kommen noch Millionen aggressiver Goldstücke, und die schon länger hier Erlebenden werden nun auch langsam ärgerlich. Über diese Zustände soll sich aber kein Deutscher beschweren, der bis an sein Lebensende CDUSPDFDPLINKEGRÜNEPIRATEN wählt, denn er bekommt ja ordnungsgemäß, was er gewählt hat!

Nun ja, Doofmichel sagt: „Davon merke ich nichts, dass ich zahlen muss. Ist also alles nicht so schlimm. Ich wähle also weiter CDUCSUSPDFDPLINKEGRÜNEPIRATEN!“ Muss daher alles noch schlimmer werden, bis Doofmichel etwas merkt. Wird es auch:

Diese Liste von Gaffel (Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft) ist praktisch zu 100 % auch eine Liste von Merkel. 

Voll für die abstrakte Wirtschaft, der es wunderbar geht. Voll für die weitere Ausquetschung der Arbeiter. 

Auch der ausgequetschte Arbeiter wird also irgendwann merken müssen, dass er die Dinge selber in die Hand nehmen muss. Denn:

Wer sind also die Eliten, die von Merkel wie Gaffel repräsentiert werden? Deutsche Industrie-Besitzer.

Diese „Eliten“ verstehen es sehr gut, die Gemüter der Einwohner von Bad Deutschburg, von denen ich immer das Gefühl habe, dass sie sich in ihren sozialen Illusionen –

je nach Klassenzugehörigkeit entweder noch in den letzten Ausläufern des untergegangenen letzten Kaiserreichs – inklusive einer Monarchin, die heute nur nicht Wilhelm sondern Angela heißt – oder der dazugehörigen unfruchtbaren alten Sozialdemokratie bewegen –

bis zum Schwachsinn zu betäuben (wie gesagt: Besitz schläfert ein), und von einem wirklich modernen sozialen Denken abzuhalten:

„Lage der deutschen Wirtschaft ist ausgezeichnet“

Die Fachleute der Bundesbank sagen für die deutsche Wirtschaft rosige Zeiten voraus. 

Und:

„Den Menschen geht es so gut wie nie zuvor in der Geschichte des Landes.“ 

Sagte Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

Dass Gaffel die Agenda 2010 für breiten Wohlstand und große Arbeitsplatzsicherheit (!) verantwortlich macht, sollte aber selbst Zombiegemüter erregen.

Sagte Analitik.

 

Bei allen diesen Beispielen, und da könnten noch so viel mehr genannt werden, 

landet man immer wieder bei dem alten Problem des verfilzten Einheitsstaates, in dem Wirtschaftsleben und Rechtsleben (Politik) so unheilvoll miteinander verschmolzen sind, so dass es den wirtschaftlichen Nutznießern dieser Gesetzeslücken über 20 Jahre hinweg gelingt, die Schließung dieser Lücken zu verhindern, indem es sich das Rechtsleben (Politik) gefügig gemacht hat oder diese Politik – aus welchen Gründen auch immer – freiwillig und für sehr lange Zeit mit diesem unsauberen Wirtschaftsleben paktiert.

Anmerkung/Update: So ähnlich beklagte das gerade eben auch Willy Wimmer (bei 10:30):

Und es kommt natürlich in diesem Zusammenhang eines auf uns alle zu – da sollen wir uns nichts vormachen. Viele dieser Dinge ergeben sich natürlich aus einer zu engen Verbindung zwischen der Großindustrie und dem politischen Sektor, und damit meine ich den staatlichen Sektor ganz allgemein.

Habe ich verpasst, dass Wimmer irgendwo die Soziale Dreigliederung forderte?

 

 

Zudem leidet die soziale Gemeinschaft darunter, dass kein freies Geistesleben existiert,

das einen größeren Druck ausüben kann, als ihn die paar wenigen mutigen Warner ausüben konnten, die Robert Stein in seinem Bericht zu diesen Cum-Ex-Schweinereien nennt (mehr zur Sozialen Dreigliederung zum Beispiel hier und hier und hier – sowie an vielen anderen Stellen auf Umkreis-Online).

Wie sagte doch gerade Bill Black, Professor für Wirtschaft, Jurist und Spezialist für Wirtschaftskriminalität zu dem löblichen Vorsatz der amerikanischen Verbraucherschutzbehöre für Finanzangelegenheiten, der Kreditwirtschaft besser auf die Finger zu schauen.

Jedes einzelne Geldhaus (financial trade assoziation) wird dominiert von der allerunehrlichsten Sippschaft, die gerade das anstreben: Geschäftsverhältnisse, in denen die kriminellen Machenschaften gedeihen (criminogenic environment), und die durchaus ein korruptes Bankwesen anstreben. Und jedes einzelne dieser Geldhäuser wird versuchen, diese neuen Gesetze der Verbraucherschutzbehörde zu eliminieren. 

Und bei 7:10:

Ich denke, es gibt zehn- bis hunderttausende von ehrlichen Menschen im Bankgeschäft. Allerdings nicht deren Führungskräfte (CEOs)!  

 

Das Problem ist heute, dass immer nur über diese Missstände berichtet und – verdienstvoll – aufgeklärt wird. 

Aber dabei bleibt es dann. Es entstehen keine sozialen Forderungen. Was soll sich denn nun verändern? Da ist doch etwas so grundsätzlich faul, dass es gar nicht allein nur durch die Regulierung diese diversen Missstände geheilt werden kann. Glaubt man denn wirklich noch daran, dass dieser alte Einheitsstaat –

also diese alte Verschmelzung von Wirtschaftsleben, Rechtsleben (Politik) und geistigem Leben, die früher noch funktioniert hat aber heute und in Zukunft nie mehr funktionieren wird –

aus sich heraus diese Probleme wird lösen können? Alle Beispiele und Vorkommnisse deuten doch auf das Gegenteil.

Im Rahmen ihres Kreditaufkaufprogramms schreckt die EZB auch vor offensichtlichem Betrug nicht zurück. 

Bare Euros rückte die Notenbank beispielsweise für Portugal-Anleihen aus dem Jahr 1940 raus. Der Clou: Laufzeit bis zum Jahr 9999 – kein Scherz.    …   (Dabei) steht dick und fett in den Statuten der EZB: Anleihekäufe durch die Notenbank sind ausgeschlossen.

 

Die Konsequenz muss also sein, dass diese Bereiche Wirtschaftsleben und Rechtsleben voneinander getrennt werden müssen, 

wenn die Menschen sich aus den Institutionen ihres sozialen Lebens heraus noch irgendein Heil für die Zukunft erhoffen wollen. Dieses Problem wird man niemals lösen können, wenn man weiter bei dem alten Einheitsstaat bleiben will, indem man immer nur über dessen Missstände berichtet – was ja durchaus seine positive, notwendige und verdienstvolle, weil aufklärende Seite hat – aber weiter an den eigentlichen Grundlagen dieser Probleme nichts verändern will, weil man sie gar nicht sieht. Glaubt man denn wirklich, dieses System des alten und kaputten Einheitsstaates wird sich jemals aus sich heraus – und so, wie es ist – wieder zum Guten wenden? Man muss doch mal ein paar Schritte tiefer denken. Nun werden hier an dieser Cum-Ex-Baustelle nach 20 Jahren endlich ein paar Lücken im Bretterzaun geschlossen. Wir wissen doch, dass an anderer Stelle schon längst wieder neue Lücken hineingebrochen worden sind. Soll darüber dann auch wieder 25 Jahre lang von mutigen einzelnen Menschen gewarnt, darauf hingewiesen werden und so weiter, bis dann endlich, endlich wieder äußerst zäh und widerwillig ein paar Gesetzeslücken geschlossen werden, aber ansonsten die eigentliche Ursache dieser Probleme, nämlich dieses alte System eines völlig unzeitgemäßen Einheitsstaates bestehen bleibt?

 

 

 

 

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Kein einziger deutscher Steuerzahler hat jemals verdutzt aus seinem Geldbeutel aufgeschaut und gemurmelt: „Verdammt, da fehlt doch was.“ wurde am 27.07.2017 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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