Jerusalem die Hauptstadt Israels?

 

von Ingo Hagel 

 

 

It is impossible for the Saudis to concede the Haram al-Sharif, the mosque on the so called temple mount, to the Zionists. 

The Saudi King would no longer be the „custodian of the two holy mosques“ in Mecca and Medina but the „seller of the third holy mosque“ of Islam in Jerusalem. The people would kill him and his whole family. If the issue of this public hustle is not Jerusalem, what else might it be that the Trump administration wants and the Saudis can not, or are not willing to concede? 

Keiner weiß genau, was hinter diesem merkwürdigen Schachzug von Trump steckt. Selbst Paul Craig Roberts weißt nicht, was das soll (bei 1:20):

„Ich kann nur spekulieren.“

Und er spekuliert, dass Trump mit dieser Maßnahme die sehr mächtige israelische Lobby in Amerika bauchpinseln und sich ihrer Unterstützung versichern möchte, da er von allen Seiten unter immensem Druck steht bis hin zu einer Amtsenthebung.

Dass die amerikanischen Präsidenten Jerusalem verbal für die Hauptstadt Israel ausgaben, das ist nichts Neues.  

 

 

 

Möchte er also in dem Streit, den er provoziert, vielleicht die Saudis den Israelis zum Fraß vorwerfen – 

falls diese sich wirklich dazu hinreißen lassen sollten, mit ihrer unfähigen Armee in den Krieg zu ziehen? Aber hinter den Saudis steht die gesamte in dieser Sache empörte muslimische Welt. Der libanesische Politiker und Führer der Hesbollah Hassan Nasrallah ruft diese zum Abbruch aller diplomatischen Beziehungen mit Washington auf (bei 7:50). Davon ist aber bis jetzt nichts zu vernehmen. 

Und diese muslimische Welt ist in sich selber gespalten:

Der Iran ist bereit, die Beziehungen mit Saudi-Arabien wiederherzustellen. Dafür müsste Riad die Bombardierung Jemens beenden und aufhören, „sich vor Israel zu verneigen“, sagte Präsident Rouhani gestern.

 

Oder möchte Trump vielleicht sogar die sektiererische Administration der Israelis – 

diesen Sack voller juckender Flöhe mit ihrem verrückten Siedlungskolonialismus – in diesem Streit und dessen möglicher Konsequenzen ein wenig durch den Wolf drehen lassen? Denn die israelische Administration mit ihrer glorreichen Armee, die offenbar nicht weniger unfähig ist als die saudische (man denke an den verlorenen Krieg gegen die Hesbollah im Libanon 2006), wird gewöhnlich seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 sehr überschätzt. Siehe dazu zum Beispiel auch hier:

In effect, Israel’s great military victory in 1967 has turned into a nightmare, and to date, Israel is still unable to deal with its aftermath. It can fairly be said that the only thus far long term “achievement” for Israel was the series of events that led to peace with Egypt following the return of Sinai.

Fifty years on, Israel sees itself surrounded by “rogue” enemies with fire power and rockets that can hit any target in Israel as far as Eilat. The regional super power is no longer, and the name of the IDF (Israelische Armee; Anmerkung IH) and the sight of its fighters in the skies do not send waves of terror and panic on the ground anymore. The psychological war that Israel once won is over, done and dusted. 

Oder könnte es gar sein, dass die sektiererischen Clans, die hinter der israelischen Administration stecken sollen, 

Netanjahu gesagt haben:

Du, Bibi, wir sind mit unserem Zeitplan für unser geplantes Groß-Event Armaggedon gewaltig in Verzug. Sorge doch mal dafür, dass unser Freund und Mitbruder Donald in Amerika die nötigen Schritte unternimmt, damit wir mindestens den Nahen Osten ins Chaos stürzen können. Denn wir haben große Sehnsucht nach dem Messias, dass er endlich kommen möge. Und wir würden ihm gerne den Weg, den er zu uns nehmen wird, mit einigen der vielen Atombomben aus unserem Arsenal beleuchten.  

Siehe dazu auch hier: 

 

 

 

Zu diesem Chaos dürfte es spätestens auch dann kommen, 

wenn es irgendwelchen Radikalinskis in Israel tatsächlich einfallen sollte, so wie es Hassan Nasrallah in obigem Clip andeutet, die muslimische Al-Aksa Moschee einstürzen zu lassen (bei 2:00). Siehe dazu auch hier:

Da an der Stelle des Felsendoms und der al-Aqsa-Moschee einst der zweite jüdische Tempel stand, fordern radikale jüdische Gruppen, den Tempel dort neu zu errichten, auch wenn dies den Abriss der al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms bedeuten würde. Dies wird von weiten Kreisen der israelischen Bevölkerung sowie angesehenen Rabbinern abgelehnt.

 

Oder möchte Trump „einfach“ nur den Petrodollar ein bisschen aufpäppeln, 

indem nächstens ein paar Raffinerien im Nahen Osten in Brand stehen und kein Öl liefern?

 

Oder soll der verlorene Krieg der Amis gegen Syrien, die Russen, die Hesbollah und den Iran 

einfach auf andere Weise weitergeführt werden? Wer glaubt, dass unsere lieben Freunde und Verbündeten von der anderen Seite des großen Teiches so einfach aufgeben, dürfte wohl schief gewickelt sein.

 

Ich habe zu alldem bis jetzt nichts Abschließendes und Erhellendes lesen können. 

Vielleicht handelt es sich also einfach um heiße Luft, aufgeblasenes, wichtigtuerisches Getöse, um vom Niedergang Amerikas abzulenken. Bis dahin gibt folgender Clip einfach ein paar Eindrücke aus dieser schönen aber problematischen Region der Welt mit den diversen „heiligen“ Streitpunkten: 

 

 

 

 

 

 

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Jerusalem die Hauptstadt Israels? wurde am 11.12.2017 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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