Deutschland im Sommermärchen: Seenotrettung von Wirtschaftsmigranten

 

von Ingo Hagel 

 

Vor ein paar Tagen beschrieb Roland Tichy gut die verwahrloste Diskussion und Reaktion um die im Mittelmeer stattfindende Seenotrettung von Wirtschaftsmigranten (bei 2:55):

Die Zeit ist ein wunderbares Beispiel. War früher eine große liberale Zeitung. Und da hat eine Journalistin bei einem Pro und Contra geschrieben, dass niemand gegen Seenotrettung ist, aber dass die Frage ist, ob man diese Geretteten wirklich dann vom Mittelmeer gewissermaßen nach Bochum ins Flüchtlingsheim transportieren muss, oder ob man sie vielleicht woanders …  Und wenn man sie nach Bochum ins Flüchtlingsheim transportiert oder anderswo in Deutschland und lebenslang mit Rente versorgt, dass das vielleicht einen gewissen Sog auslösen könnte … 

 

 

Der Sog sieht dann zum Beispiel so aus:

Von Marokko nach Spanien: Migranten erreichen Badestrand bei Tarifa

Die Route von Nordafrika nach Spanien ist dieses Jahr die beliebteste für Migranten auf dem Weg nach Europa. In Spanien sind 2018 bislang mehr als 20.000 Personen eingetroffen.

Da will man einfach mal Urlaub machen und in Ruhe abhängen, und dann dieses. Das ist auch ein Bild für die Art und Weise, wie Bad Deutschburg – auch – aus seinen Multi-Kulti-Träumereien aufgeschreckt werden wird.

Auch die gute alte Tante SPD träumt selig weiter:

SPD-Fraktion zeichnet Lifeline-Kapitän Reisch mit Europa-Preis aus

Stellvertretend für alle Seenotretter wird heute Claus-Peter Reisch aus Landsberg mit dem Europa-Preis der bayerischen SPD ausgezeichnet. Der Kapitän der Lifeline habe sich besonders um die europäischen Werte verdient gemacht – wie dem Schutz der Menschenwürde.

Kommentatorin „Expertin für den nahen und mittleren Osten“ schrieb treffend unter diesen Artikel:

Ich frage mich ernsthaft, wofür Herr Reisch und alle weiteren „Seenotretter für afrikanische Flüchtlinge“ den Preis bekommen. Es ist sehr leicht, sich als Gutmensch darzustellen, wenn man dabei nicht seinen Geldbeutel öffnen muss. Mich ärgert es, dass diese „Gutmenschen“ die „Flüchtlinge“ massenweise nach Italien bringen und dort absetzen. Und wir alle müssen dann mit unseren Steuergeldern dafür bezahlen. Und dafür erhält er noch einen Preis. Einfach nicht nachvollziehbar.

 

Das wirft natürlich mal wieder die Frage nach einem unabhängigen, das heißt funktionierenden Rechtsleben auf. 

Diese Aufnahme und Versorgung von Wirtschaftsmigranten bringt mindestens erhebliche Kosten mit sich – neben vielem anderen. Da wäre es doch angebracht, dass sich die Rechtsgemeinschaft der Menschen hier in Deutschland und darüber verständigen, wer denn nun in den Genuss dieser Versorgungsrechte kommen darf und wer nicht. Das heißt, die Menschen müssen darüber abstimmen, ob sie diese Kosten aufbringen wollen.

Glauben wir dem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Woche (mit dem tendenziösen Titel: Kampf gegen Rom), dann dürfte diese Abstimmung darüber grandios positiv ausfallen:

Derweil fließen für die NGOs in Deutschland die Spendengelder. Von jüngsten Umfrageergebnissen befeuert, wonach drei Viertel der Deutschen – einschließlich der Kanzlerin – die private Seenotrettung im Mittelmeer richtig finden, wird bei den NGOs der Erwerb oder das Chartern neuer Rettungsschiffe vorbereitet (Frankfurter Allgemeine Woche 31/2018).

 

Das wirft wiederum die Frage nach einem eigenständigen und souveränen Geistesleben auf, 

das den Menschen eine adäquate Erkenntnisgrundlage für Entscheidungen bietet. Haben wir das? Nein. Roland Tichy beschreibt oben in dem Clip den Druck, der zum Beispiel auf diese Journalistin ausgeübt wurde, die einfach nur ein paar sehr sinnvolle Fragen gestellt hat. So rief zum Beispiel der Chefredakteur der Titanic zum Mord an dieser Journalistin auf.

Wir stehen also mal wieder vor den katastrophalen Konsequenzen einer nicht vorhandenen Sozialen Dreigliederung – 

mehr zur Sozialen Dreigliederung zum Beispiel hier und hier und hier – sowie an vielen anderen Stellen auf Umkreis-Online. –

Immer wieder bringen uns die Artikel und Meldungen in den Nachrichten – inklusive der Kommentare der Leser – auf diese Sache zurück. Die Zeichen der Zeit stehen eben auf Soziale Dreigliederung.

 

 

 

Hat Ihnen dieser Artikel etwas gegeben? Dann geben Sie doch etwas zurück! – Unterstützen Sie meine Arbeit im Umkreis-Institut durch eine

Spende!

Das geht sehr einfach über eine Überweisung oder über PayPal.

Sollte Ihnen aber Ihre Suchmaschine diesen Artikel nur zufällig auf den Monitor geworfen haben, Sie das alles sowieso nur für (elektronisches) Papier beziehungsweise nur für Worte – also für Pille-Palle – halten, dann gibt es 

hier 

einen angenehmen und lustigen Ausgang für Sie.

Falls Ihnen dieser Artikel jedoch unverständlich, unangebracht, spinnig oder sogar „esoterisch“ vorkommt, gibt es vorerst wohl nur eines: 

Don‘t touch that!

 

 

 


Deutschland im Sommermärchen: Seenotrettung von Wirtschaftsmigranten wurde am 29.07.2018 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

Schlagworte: , , , , , , , , , ,