5 Ich, mir, meiner, mein, mich – Einige Worte zum Geleit dieser neuen Rubrik

 

von Ingo Hagel

 

„Ich, mir, meiner, mein, mich“ Wer glaubt, dass das doch alles reichlich abgefahrenes Zeug sei, der sei auf den Zusatz zum dritten Kapitel –

wir befinden uns damit also nur am Anfang dieser „Philosophie der Freiheit“, aber es geht in diesem dritten Kapitel bereits um genau das, um das es auch in diesen oben angeführten Zitaten geht: um das Denken – und damit im Zusatz zum dritten Kapitel recht unverhüllt um ein solches Denken, dass sich nur noch unter der bewussten Herrschaft des Ich vollzieht – und damit letztendlich natürlich um übersinnliche Erkenntnisse – aber nur für die Leser, die ein Vierteljahrhundert nach der Erstausgabe der „Philosophie der Freiheit“ sich ein Organ erarbeitet hatten, das zu bemerken – 

der etliche Jahre vorher erschienenen rein philosophischen „Philosophie der Freiheit“ verwiesen, in der genau dasselbe drinnen steht, nur eben in etwas anderer Form:     

… Mag es das Wesen des Denkens immerhin notwendig machen, daß dieses gewollt wird: es kommt darauf an, dass nichts gewollt wird, was, indem es sich vollzieht, vor dem «Ich» nicht restlos als seine eigene, von ihm überschaubare Tätigkeit erscheint. …

Und:

… Auch dieser Einwand beruht nur auf einer ungenauen Anschauung der Sachlage. Wer ihn macht, berücksichtigt nicht, dass es das «Ich» selbst ist, das im Denken drinnen stehend seine Tätigkeit beobachtet. …

Die Leute ahnen eben überhaupt nicht, wie Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit“, wie auch seine anderen „nur philosophischen“ Schriften mit dem zusammenhängen, was er später als Anthroposophie dargestellt hat. 

 

Und auch das muss ja mit Blick auf diese obigen Zitate 

und mit Blick auf das, was hier in so einer Art Vorworten zu dieser neuen Rubrik Anthroposophie angeführt wird, gesagt werden: Die Menschen heute glauben, dass alles in den paar Worten gesagt werden kann, und dass auch alles für den intellektuellen Verstand verständlich sein muss, was die Druckerschwärze der Buchstaben zu vermitteln scheinen. Dabei kann man ja doch selber immer wieder sehr überrascht erleben, dass nach vielen Jahren des Lesens – 

und des Lebens mit diesem Gelesenen – 

diese Worte plötzlich irgendwann eine ganz andere und sehr viel tiefere Bedeutung und ein ganz anderes und sehr viel tieferes Verständnis haben werden. Und mehr wollten oft die Worte Rudolf Steiners ersteinmal gar nicht anregen, als eine Ahnung und ein fragendes Nachsinnen nach dem, was in diesen Worten eigentlich noch alles stecken könnte – aber noch nicht gesagt werden kann, weil erst einmal die Vorbereitungen, der Grund für ein solches Verstehen angeregt und geschaffen werden musste. 

 

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5 Ich, mir, meiner, mein, mich – Einige Worte zum Geleit dieser neuen Rubrik wurde am 27.07.2022 unter Anthroposophie veröffentlicht.

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