Krise? Nein, viel schlimmer!

 

von Ingo Hagel 

 

Andreas Popp: Wir haben keine Krise, es ist viel schlimmer …

In diesem Clip unterhielten sich Andreas Popp und Robert Stein zum mit obigem Titel umschriebenen Grusel-Thema.

 

Da hockt ihr also, braun gebrannt, gut genährt, sitzt mit weißem Hemd und blütenweißer Hose auf der lichtdurchfluteten Veranda von irgendeinem feinen Golfclub –

wohl im kanadischen Nova Scotia, das Andreas Popp für sich als Fluchtpunkt gewählt hat (bei 15:55):

Es geht also auch darum, seine Grundnahrungsmittel und seine Grundversorgung jetzt langsam in den Fokus zu bekommen und sich auf Zeiten vorzubereiten, und das sind die Dinge, die wichtig sind. Und für diejenigen, die die Möglichkeiten haben, natürlich auch ein sicheres Gebiet, ein sicheres Refugium in einem Ausland sich zuzulegen, so wie wir es hier für uns entschieden haben. –

im Hintergrund sind schön getrimmter Rasen, ein Golfloch sowie liebliche Seen und Landschaften zu sehen, und ihr titelt gepflegt von etwas, was noch „viel schlimmer“ als eine Krise sein soll. Ihr seid in dieser Diskrepanz zwischen Luxus und Krisengeblubber –

das, wie so vieles andere Krisengeblubber der sogenannten unabhängigen Medien des Internets keinen Funken des Geistes zu bieten hat, der vielleicht diese Krise, oder wenigstens nach dieser Krise die nächste und sicher noch schlimmere Krise verhindern könnte –

nicht ernstzunehmen: Andreas Popp bei 15:50:

… sondern auch versuchen darüber nachzudenken, dass ein Glas Wasser in der Wüste mehr wert hat als alles Gold der Erde. 

 

Ok, na klar doch. Das ist voller superschlauer Lebensweisheit

und geboren aus tiefer, humanistischer Grenz-Erfahrung. Aber was macht der reiche Knispel, wenn er in der Wüste all sein Gold für ein Glas Wasser weggegeben hat, wenn er nun also nach besagtem Glas Wasser noch ein paar 100 Meter weiter durch die Wüste robben darf, dann aber schon wieder durstig ist, nun aber kein Gold mehr hat? Weil bereits für das erste Glas Wasser eingetauscht.

Dann Andreas Popp bei 15:00:

… Austausch von Waren und Dienstleistungen nicht mehr auf der geldlichen, sondern auf der energetischen Ebene: Ich buddel dir den Garten um, und dafür reparier’ ich dir irgendwo dein Auto. Also diese Dinge müssten dann irgendwann laufen …  

Ich verstehe. Ihr denkt immer noch in so bürgerlichen Kategorien wie „Garten umbuddeln“. Natürlich frage ich mich, ob es dann bei dem, was dann – gemäß obigem Titel – keine Krise sein wird, sondern noch „viel schlimmer„, noch sowas wie „Garten“ geben wird, der „umgebuddelt“ werden muss. Aber egal. Bei diesem sollte dann natürlich nicht vergessen werden –

schlimme Krise hin oder her –

dass auch der Rasen geschnitten wird, so wie man das vom einem gepflegten Golfplatz kennt. Und bitte auch schön die Rasenkanten abstechen, wo man schon mal am „buddeln“ ist.

 

Natürlich denke ich dann auch an den Anderen, der dafür, dass er in dieser schlimmen Krise

so schön den Garten gemacht bekommen hat, dass der nun das Auto des tollen Gärtners reparieren soll. Ich hoffe, er braucht nicht sowas Dummes wie – nur zum Beispiel – Acetylen zum Schweißen, sonst müsste er wohl irgend jemanden suchen, der ihm in dieser Krise –

wahrscheinlich in seinem  Hobbykeller –

Acetylengas herstellt und in Flaschen komprimiert. Gerne auch eine Flasche Sauerstoff dazu. Oder Jemanden, der vielleicht wenigstens den Draht zum Schutzgasschweißen in der Küche von seiner Frau in der richtigen Legierung herstellt und auf die richtige Dicke auszieht. –

Oder all die anderen Dinge, die man in dieser hoch arbeitsteiligen Wirtschaft so herstellt und braucht. Vielleicht auch nur Klopapier … Womit wir dann natürlich noch einen Kumpel brauchen, der euch Wasser für selbiges liefert. Nun gut, ihr werdet jedenfalls ziemlich viel und bei ziemlich vielen Leuten „buddeln“ müssen.

Aber ich bin sicher viel zu pingelig und kniffelschisserig und kann nicht in den großzügigen Bögen denken, die ihr da am Wickel habt.

 

 

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Krise? Nein, viel schlimmer! wurde am 28.08.2019 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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