Ken Jebsen: Mal wieder ungerechtfertigte Kapitalismuskritik

 

von Ingo Hagel 

 

Zu diesem Thema und zu der ungerechtfertigten Kapitalismuskritik von Ken Jebsen hatte ich ja bereits hier schon einmal etwas geschrieben. Aber so verbissen – und verdienstvoll – wie Ken Jebsen den absurden Sinneseindrücken, die das politische und soziale Geschehen dieser Welt für uns bereithält, aufklärend auf der Spur ist, so beinhart verweigert er sich – und seinen Zuschauern – jeden fruchtbaren Gedanken, der zu einer Lösung dieses Problems führen könnte. 

 

Die 39. Folge von Ken Jebsens „Me, Myself and Media“ trug den Titel „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“ Und in der Beschreibung zu dieser 39. Folge von „Me, Myself and Media“ steht:

„Dieses Zitat des französischen Politikers Jean Jaurès ist die prägnanteste Analyse unseres Wirtschaftssystems.“ 

Aber mit solchen Geistreicheleien ist doch nur wenig bis nichts gesagt. Sicher hat der Kapitalismus seine Verderben bringende Seite. Aber was hat das nicht? Mit derselben Berechtigung könnte man daher auch sagen:

Das Auto trägt den Tod in sich, sobald es nur ein wenig anfängt zu rollen.

Oder:

Die Ehe trägt den Streit und den Zank in sich, sobald man auch nur in die Nähe davon kommt (zwei Menschen, zwei Geschlechter und zwei Meinungen).

 

Aber man könnte ja noch mehr sagen. 

Man könnte zum Beispiel sagen:

Das kalte sklerotisierende Nerven-Sinnessystem des Menschen trägt den Tod (durch Herzinfarkt oder Gehirnschlag) in sich.

Oder:

Das die Entzündung, das Fieber und die totale Auflösung des Menschen in sich tragende warme Blutsystem des Menschen trägt den Tod in sich.

Will man nun das Nerven-Sinnessystem des Menschen ausschalten wollen, nur weil es diese verderbliche Seite in sich trägt? Oder will man das Blutsystem des Menschen aus denselben Gründen ausschalten wollen? Oder sollte man nicht besser durch geeignete therapeutische Maßnahmen dafür sorgen, dass diese beiden Systeme des Menschen – zu denen noch als drittes System das rhythmische System hinzukommt – sich in einem ausgewogenen Gleichgewicht befinden oder in diesen wieder zurückgebracht werden?

 

Wäre Ken Jebsen ein wenig medizinisch angehaucht, 

und wäre er auf diesem Gebiet genauso beschränkt auf nur die Fakten der Sinneswelt, wie er auf politisch-sozialem Gebiet – trotz allem bewundernswerten Detailwissen – in dieser Weise beschränkt ist,

Anmerkung: Es ist ja eine der Signaturen dieses Zeitalters, dass das Bewusstsein der Menschen sich zwar ungeheuer kraftvoll zu einem Erfassen der Sinneseindrücke hinentwickelt hat, aber zu einem Erleben von – auch sozialen – Ideen sich nicht aufschwingen will. An dieser Krankheit leiden wir alle. Wie viel geistige, ideelle Kraft eigentlich nötig ist, kann man ermessen, wenn man sich – zum Beispiel – dem Grundwerk Rudolf Steiners zur sozialen Dreigliederung, das heißt den Kernpunkten der sozialen Frage widmet. Also sagen wir mal dem dritten Kapitel: Kapitalismus und soziale Ideen (Kapital, Menschenarbeit).

dann hätte er vielleicht auch auf diesem Gebiet mittlerweile die 39. Folge von „Me, my balls, bladder and brain“ produziert. Und zwar im Einzelnen mit durchaus wissenswerten und wahren Fakten, denen aber die gedankliche zusammenfassende Überschau wie auch der wirkliche therapeutische Impuls fehlt.

 

Ken Jebsen bleibt bei den einzelnen Sinneseindrücken stehen und gibt seinem Zuschauer nicht die Möglichkeit, 

mit Blick auf das infragestehende Problem des Kapitalismus erkenntnismäßig weiterzukommen, weil er es in sich selber nicht gelöst hat. Hätte er es gelöst, würde er es sich bei seiner immensen Zuschauerschaft (185.558 Abonnenten)

Ken Jebsen in obigem Clip bei 0:10: Bevor wir einsteigen ins Thema: Erst einmal Dankeschön für Euren massiven Support. Wir haben Euch ja in der letzten Ausgabe unsere neue App vorgestellt, und sie ging danach direkt in die Top Ten der beliebtesten Apps. Danke dafür! Auch tolles Feedback, wird angenommen. Und, ja – macht einfach weiter! Zieht Euch die App und verpasst keine Inhalte mehr bei uns. Und unterstützt uns auch weiter, indem Ihr unsere Inhalte in die sozialen Netzwerke einpflegt, dort diskutiert und uns mit unserem immer größer werdenden Team auch unterstützt – am besten mit Daueraufträgen. Viele tun das, aber wir müssen noch größer werden. 

vielleicht doch etwas verderben wollen, in dem er dieser so in etwa sagen würde:

Seht einmal her. Wir brauchen den Kapitalismus, weil dieser uns fachmännisch und kundig mit Gütern versorgt, die wir dringend benötigen, und auf die wir nicht verzichten wollen. Der Kapitalismus, das Wirtschaftsleben, sie sind an sich nichts Schlechtes, sondern sie werden erst schlecht, wenn die soziale Gemeinschaft der Menschen (Gesellschaft) nicht in der Lage ist, ihnen die beiden anderen Glieder des sozialen Organismus (souveränes und vom Wirtschaftsleben unabhängiges Rechtsleben (Politik), sowie ein freies Geistesleben) balancierend entgegenzusetzen – die immer wieder die Schäden ausgleichen können, die das Wirtschaftsleben oder der Kapitalismus aus ihrer eigenen Tendenz zwangsläufig hervorbringen müssen. Was wir also brauchen, um an den schädigenden Wirkungen des Kapitalismus immer wieder die Heilung entgegen zu setzen, ist also Soziale Dreigliederung (mehr dazu sowie zur Sozialen Dreigliederung zum Beispiel hier und hier und hier – sowie an vielen anderen Stellen auf Umkreis-Online. Zieht Euch also diese tollen Beiträge einfach mal rein, macht Euch schlau – und abonniert diese Seite, damit Ihr keine Artikel mehr auf Umkreis-Online verpasst.

 

Sage ich nun: Man soll sich nicht mehr Ken Jebsen ansehen? Nein, ganz im Gegenteil!

Jeder Mensch, auch als Autor, Publizist, Schriftsteller, Medienschaffendender, Vortragender oder als ein diese Produkte Konsumierender geht einen bestimmten inneren Weg der Entwicklung. Zu Beginn werden ihnen die rohen, aufklärenden Fakten ein Aufwachen, eine Aufklärung über diesen vernebelten Geisteszustand bedeuten, in dem die allergrößte Mehrheit der Bevölkerung (sowie die Träger dieser politischen, wirtschaftlichen, geistigen Systeme und Verhältnisse) sich befinden, die sich mit diesen Enthüllungen nicht beschäftigen wollen, ob aus Angst, Unfähigkeit oder aus Unglauben (weil: Verschwörungstheorie).

Ken Jebsen tut also durchaus ein verdienstvolles Werk der Aufklärung, auch wenn er – noch? – davor zurückschreckt, aus diesen aufklärenden Elementen, die er vorbringt, die Konsequenzen zu ziehen, die hier auf Umkreis-Online immer wieder als die Soziale Dreigliederung beschrieben werden.

Und selbstverständlich muss man daher auch sagen: Die Zustände in dieser Welt bedürfen nicht weniger Ken Jebsen sondern mehr. Ich wünsche mir daher noch viele Ken Jebsens, die den Unsinn und die Lüge und Propaganda, die in den inkompetenten oder übelwollenden Redaktionsstuben der Maso-Sado-Medien (MSM) dieser Welt zusammengebraut werden, zurechtrücken, entlarven, richtigstellen, anprangern. Aber selbstverständlich wünsche ich mir zusätzlich noch viel mehr Menschen, die aus diesen einzelnen schrecklichen Fakten der Aufklärung die angemessenen ideellen, das heißt geistigen Schlüsse ziehen.

 

Aber diejenigen (Publizisten wie Leser oder Zuschauer), die sich genügend an diesen Aufklärungen gestoßen, geschmerzt und seelisch-geistig blaue Flecken geholt haben, 

die werden vielleicht irgendwann dann doch die nächsten Schritte tun, um aus diesem Zustand der reinen Aufklärung, der erstmal nur eine Wahrnehmungserkenntnis darüber bietet, dass Räuber, Plünderer und Mörderbanden durch die Straßen dieser Welt ziehen, zur Beantwortung der Frage zu kommen, was man denn nun tun könne. Mehr dazu sowie zur Sozialen Dreigliederung – wie gesagt – zum Beispiel hier und hier und hier – sowie an vielen anderen Stellen auf Umkreis-Online.

 

 

 

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Ken Jebsen: Mal wieder ungerechtfertigte Kapitalismuskritik wurde am 02.12.2017 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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