Die Leopoldina, der „flächendeckende, harte Lockdown“ und der Hundefänger

 

von Ingo Hagel

 

Sachsen geht ab Montag in den harten Lockdown

Schulen und die meisten Geschäfte in Sachsen werden ab Montag geschlossen. Die Verschärfungen sollen bis zum 10. Januar gelten.  …  Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) … sagte, die Landesregierung wolle Sachsen „jetzt zur Ruhe bringen“. Dies sei die einzige Möglichkeit, das Infektionsgeschehen zu stoppen. 

Och nö! Ääährlisch??? Einzige Möglichkeit? Aber egal. Damit hat Sachsen sich den Empfehlungen der Bundesregierung angeschlossen:

Corona: Leopoldina rät Bundesregierung zu »harten Lockdown«  

Und:

Kanzlerin Angela Merkel hat sich den Vorschlägen der Leopoldina für einen harten Lockdown angeschlossen. 

Im Bundestag warb sie unter anderem für längere Ferien und die Schließung von Geschäften nach Weihnachten.

Die „Bundesregierung“ schiebt eine Institution mit kaiserlichem Namen vor und glaubt, 

das, wozu eine hochdekorierte Nationale Akademie der Wissenschaften  –

mit den Status eines eingetragenen Vereins –

hier in Bad Deutschburg auch rät, ginge doch anstandslos bei den Kaisertreuen durch.

Finanziert wird die Einrichtung heute zu 80 Prozent durch den Bund und zu 20 Prozent durch das Land Sachsen-Anhalt. 

Die Leopoldina hat also mit einem freien Geistesleben nichts zu tun, sondern ist Knecht der Regierung und des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Ich dachte erst: Leopoldina, Leopoldina … 

das ist doch bestimmt so ein riesengroßes, hochherrschaftliches, supertolles, altehrwürdiges Gebäude mit hohen Säulen und griechischen Kapitälen und allem Schnickschnack an Laboren und Laboratorien. Dazu ganze Hundertschaften an Labormäusen, Diplomanden, Doktoranden, Professoren, ganze Gabelstaplerpaletten voll von Publikationen, Büchern, bahnbrechenden Forschungsergebnissen und so weiter und so fort. Dann gab es aber dieses Video hier vom Spiegel.

 

 

 

Während die Stimme aus dem Off erzählt (bei 0:20): 

Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordern daher einen flächendeckenden harten Lockdown ab kommenden Montag.

kommt irgendein doch sehr bescheiden aussehender Herr –

ich dachte erst, das sei der Hausmeister –

der später dann aber als „Leopoldina-Forscher“ –

ohne Doktor- oder Professoren-Titel –

beuntertitelt wird, mit den Händen in den Hosentaschen dahergeschlurft, was natürlich noch einmal die Notwendigkeit eines

flächendeckenden harten Lockdown ab kommenden Montag

unterstreicht. Er schlappt an irgendwelchen Gartenklappstühlen, Laubrechen, Gießkanne vorbei –

wird alles jetzt im Dezember längst nicht mehr gebraucht, steht da wahrscheinlich schon seit dem Juni, weil keiner von diesen Pennern an der Leopoldina mal aufräumt–

vorbei an einer Tüte Grillkohle  –

wird jetzt im Dezember ebenfalls längst nicht mehr gebraucht, steht in diesem ungepflegten Vorgarten-Ambiente also wohl auch schon seit dem letzten Abgrillen –

und an den Abfällen für den Bioabfall in einem grünen Plastiksack, gelagertem Holz –

wird wahrscheinlich zum Befeuern des Kohleofens des Zentrallabors der Leopoldina benötigt –

eines halbverfallenen Hinterhauses vorbei, und brabbelte irgendein Zeug. Nachdem ich mir das Worthülsen-Gestammel angehört habe, fragte ich mich, warum ich denn immer an diesen Hundefänger denken musste.

 

 

Was soll das Alles? Könnte es sein, dass die Bundesregierung 

sich mit diesem Spiegel-Leopoldina-Clip gegen spätere Regressforderungen und Knastansprüche absichern will und Merkel dann vor dem Untersuchungsausschuss sagen wird:

Ja, aber das hat doch jede Pappnase gesehen, dass das Alles nicht so Ernst gemeint war. Aber Ihr habt Alle mitgemacht.

Alles egal:

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) ist bereit, beim Kampf gegen das Coronavirus selbst mitzuhelfen, indem er Bürger impft.

Und die Polizei hier in Bad Deutschburg merkt nichts.


Wie schrieb doch der Zukunfts- und Zusammenbruchsforscher Dimitri Orlov kürzlich zum Zusammenbruch des amerikanischen Systems:

Zusammenbruch ist schon schlimm genug wenn Sie und jeder Andere sonst diesen anerkennen kann. Aber wenn Jeder, angefangen vom Präsidenten – suchen Sie sich irgendeinen aus von den beiden – bis zum niedrigsten Haushaltswaren-Angestellten unfähig ist, diesen zu Zusammenbruch als real anerkennen an zu erkennen und sich durch irgendwelche sofortigen Maßnahmen durch zu denken, das macht es viel, viel schlimmer. Ich weigere mich, irgendeine Verantwortlichkeit für diesen grauenvollen Zustand dieser Angelegenheiten zu übernehmen; ich habe seit eineinhalb Jahrzehnten alles getan, um die Menschen zu warnen. Es ist nun völlig sinnlos für mich, irgendwelche weiteren Warnungen herauszugeben. Alles was ich nun tun kann ist zuzusehen und das Unvermeidbare sich entfalten zu sehen.

 

Die Sache mit der Nicht-Anerkennung des Zusammenbruchs der USA betrifft natürlich auch hier das selige Bad Deutschburg. 

Deswegen ist es eben so, wie ich oft schreibe, dass das Schicksal schwer wird arbeiten müssen, um die notwendige Überzeugungskraft in den harten und nicht zu umgehenden Fakten heranzukarren –

und den Leuten, die natürlich alles auch vorher hätten lesen können und sich Gedanken darüber machen können, die das aber nicht wollten –

vor die Füße zu werfen: Da! Nehmt!

 

Grundsätzlich stimmen die Deutschen den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin mehrheitlich zu. 53 Prozent halten sie für angemessen, 18 Prozent meinen sogar, sie gingen nicht weit genug. 

Im Gegensatz dazu halten nur 27 Prozent die Maßnahmen für übertrieben.

Stimmen „weiterhin mehrheitlich zu“  …  Und das nach neun Monaten sogenannter Seuche, Pandemie. – Dieses Deutschland ist „weiterhin mehrheitlich“ nicht lebensfähig. – Aber wir bleiben weiterhin am Ball und berichten von den mehr oder weniger erfolgreichen Umerziehungsmaßnahmen des Schicksals, das hart arbeitet, um den Menschen das Illusorische ihrer Gedankenwelt handgreiflich vor Augen zu führen. Weil denken ja nicht mehr geht. Denken tut hier nur Eine: Die Chefin. –

Und die denkt natürlich auch nicht, sondern man muss immer mehr den Eindruck gewinnen, dass sie nur nur die Wünsche derjenigen Gruppierungen erfüllt, die Deutschland die Pest an den Hals und ansonsten den Untergang wünschen. – Und alle machen mit! –

 

Die anderen tauschen in allen möglichen Interviewrunden und Talkshows und im Internet vielleicht Meinungen aus. 

Die kann man ja hier in Deutschland haben. Und auch sagen. Wir sind ja ein freies Land. Aber wie gesagt: Denken tut hier nur Eine! Und Handeln natürlich auch. Aber alles im Einklang mit dem immer weiter verblödenden Volkskörper. Keiner soll später mal sagen: Wir hätten hier mal einen Diktator gehabt. Und die Anderen sein alles unschuldige Hasen gewesen.

 

Umfrage zu den staatlichen Corona-Hilfen: Im Mittelstand rumort es gewaltig 

In vielen Fällen kommt die Unterstützung nicht an.

Na Donnerwetter aber auch! Wenn „Unterstützung“ nicht ankommt, dann „rumort es gewaltig„. Alles Übrige, was hier in Deutschland passiert und dieses Land immer weiter in den Ruin treibt, ist egal. Aber „Unterstützung„, Geld, das ist nicht egal – und muss ankommen. Wenn „Unterstützung“ nicht ankommt, dann „rumort es gewaltig„. Das ist Bad Deutschburg, wie es singt und lacht – und natürlich „rumort“.

 

 

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Die Leopoldina, der „flächendeckende, harte Lockdown“ und der Hundefänger wurde am 11.12.2020 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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