Zum kommenden Crash – „Also vor der großen Krise ist Deutschland mit Sicherheit nicht mehr zu retten.“ 

 

von Ingo Hagel 

 

Von diesen Crash-Clips und -Interviews und den anderen Crash-Propheten gibt es so viele im Internet, die man sich reinziehen kann, bis einem das Blut aus den Ohren läuft. Also siehe – nur zum Beispiel – hier mit Dr. Krall und Roland Tichy, der so ruhig-souveräne und wohlüberlegte kritische Fragen stellt, dass die Kommentatoren unter dem Clip ganz aus dem Häuschen sind:

 

 

Dann hier mit Roland Tichy, der sich Ulrich Bindseil, Direktor der Europäischen Zentralbank, zur Verstärkung geholt hat – und der selbstverständlich mit vielen der von Dr. Krall beschriebenen Symptome ganz einverstanden ist, aaaaaaber …

Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie zwar in der Symptomenbeschreibung des deutschen Patienten 

in vielen Dingen richtig liegen –

also wie ich immer mal wieder hier auf Umkreis-Online gesagt habe: Beine ab durch Tretmine, Arme abgeschossen und Lunge zerfetzt durch heftiges Maschinengewehrfeuer, Leber krebsig entartet, diesbezüglich aber selbst schuld: zu viel Schweinefleisch, Alkohol, Drogen und die Tagesschau – und so weiter und so fort –

aber zu keiner hilfreichen Diagnose, Therapie und Behandlung kommen, als dass nach einer kurzen oder mehr oder weniger langen Erholungsphase nach dem Crash Alles so weiterläuft wie bisher. –

Aber vor diesem Crash sollte der aufgeklärte Bad Deutschburger Wohlstands-Lurch seinen Schotter hoffentlich weise in ausländische Währungen verkrost haben, noch dazu Sachwerte und Bitcoin – und hoffentlich genügend Gold gebunkert hat – solange es noch geht

Was? Ihr habt am Ende des Monats sowieso nix mehr übrig, um Gold und Silber zu kaufen? Also man kann als Investment-Berater natürlich nicht Alles abdecken und für Jeden was bieten –

und ansonsten die nötige Portion Whisky eingelagert hat – aber natürlich nicht den billigen Fusel aus dem Supermarkt, Ihr Penner! –

Also der ganze einheitsstaatliche Parteienschlonz, freie Marktwirtschaft geht weiter und von vorne los – 

und natürlich die Freiheit!

Siehe gerade eben Dr. Krall auf dem Kanal von MMNews TV (bei 0:25, Hervorhebung IH):

Also vor der großen Krise ist Deutschland mit Sicherheit nicht mehr zu retten. Aber Deutschland hat schon andere Dinge überstanden in der Vergangenheit

Anmerkung: Äähhmm, ich überlege … Meint Dr. Krall – nur zum Beispiel – die Bundeskanzler Adenauer, Kiesinger, Helmut Kohl und Merkel, oder doch etwa den ersten und zweiten Weltkrieg?

Und insofern sage ich: Die Krise wird kommen, der Schaden wird groß sein, und dann wird das passieren, was Hilde Knef über das Leben gesagt hat: Wenn ich eines über das Leben gelernt habe, dann das, dass es weitergeht. Die Frage ist: Wie geht es weiter? Und ich glaube, dass wir uns nicht so sehr Gedanken darüber machen müssen mehr, ob wir die Krise vermeiden und in welchem Quartal sie genau kommt, obwohl wir über das Thema nachher sicher auch noch sprechen werden, 

Anmerkung: Puuuh! Gott sei Dank!

sondern dass die eigentliche Frage, vor der wir stehen, ist: Wenn wir die Krise durchlebt haben werden: Welche Entscheidungen treffen wir dann? In welche Richtung geht dann unser Land? Entscheiden wir uns für den Abgrund des Sozialismus – oder entscheiden wir uns für die lichte Zukunft der Freiheit. Und je nachdem, wie sich dieses Land entscheidet, ist es dann noch wirklich überhaupt zu retten oder nicht zu retten.  

 

 

Hach ja: Freiheit – Aber nun ja, da die Deutschen ihren „Freiheits“-Grips –  

siehe dazu auch hier auf Umkreis-Online zur Sozialen Dreigliederung sowie die beliebten Artikel zur „Philosophie der Freiheit“ Rudolf Steiners –

seit hunderten von Jahren sowieso nur in die handwerkliche und industrielle Produktion stecken wollen, wird man Ihnen dieses Vergnügen in absehbarer Zukunft wohl lassen –

auch weil deutsche Schrauben, Bleche und Motoren ja immer noch sehr begehrt sind in der Welt, warum sollte man das also kaputtbomben? Sowas ist auch absolut retro und unfein. Macht man heute anders. –

aber doch bitte zu sehr stark gesenkten Preisen – das heißt zu dem, was ich hier bereits als neue wirtschaftliche Sklavenkaste östlich des Rheins zitiert habe.

 

Und nur, um diesem ganzen bundesdeutschen Gut-und-gerne-leben- und Alles-so-weiter-wie-bisher-Wohlfühltaumel 

nur ein kleines naseweises – aber nachdenkliches – Sahnehäubchen aufzusetzen, möchte ich doch hier auf das verweisen, was Rudolf Steiner zu dieser „mitteleuropäischen Kultur“ gesagt hat, und dass diese tatsächlich nicht untergehen wird, selbst

wenn alle Teufel ihr den Untergang geschworen hätten, –

aber leider nur mit dieser misslichen Betonung auf

Kultur 

beziehungsweise 

Kultur im Geiste

und dass es dabei um irgendetwas „Spirituelles“ gehen soll (aus Nr. 181 der Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Seite 429):

Erfassen wir aber diese mitteleuropäische Kultur im Geiste, erkennen wir ihr Spirituelles, und wissen wir, daß wir darauf bauen können, dann können wir auch wissen: Und wenn alle Teufel ihr den Untergang geschworen hätten – sie wird nicht untergehen! Aber nur das wird nicht untergehen, was mit dem rechten Geiste verbunden ist. 

 

Da bleibt jedem Whisky-Freund natürlich die Flasche im Hals stecken, 

und bei jedem Freiheits- und Freie-Marktwirtschafts-Liebhaber fallen die Eiswürfel von der Wohnzimmertapete und frieren die Börsenkurse auf dem Monitor ein. Und nur, um in diesem Artikel hier –

trotz der bereits so vielen anderen hier auf Umkreis-Online zur Sozialen Dreigliederung vorhandenen Artikel –

nicht ganz mit leeren Händen und „guten Vorschlägen“ dazustehen, beziehungsweise um darauf zu verweisen, was Rudolf Steiner mit diesem

rechten Geiste

gemeint hat, verweise ich hier auf das, was damals von ihm –

nur zum Beispiel, und falls irgendwer zu diesem Thema bereits jetzt Interesse – beziehungsweise dann vielleicht im kommenden Crash viel Zeit zum Lesen haben sollte –

zu einem neuen zukünftigen Wirtschaften innerhalb der zu gründenden Assoziationen aussprach. Und er sprach dort auch dieses aus:

Der Sieg der Westmächte bedeutet nichts anderes als die Erkämpfung einer Galgenfrist, um unter den alten sozialen Verhältnissen noch bleiben zu können. Diesen Luxus können sich die Westmächte gönnen; sie haben ihn erkämpft. Die Mittelmächte aber können sich diesen Luxus nicht gönnen; sie sind darauf angewiesen, die Forderungen der Zeit zu befriedigen. Befriedigen sie sie, dann wird das auf die ganze Welt wirken. Befriedigen sie sie nicht, dann gehen sie unter. 

Vor dieser Charakterisierung stehen wir heute wieder. Nicht der Crash ist die Lösung und danach geht alles

unter den alten sozialen Verhältnissen

so weiter wie bisher, denn sollte alles so weitergehen, sollte kein geistiges Umdenken erfolgen, dann geht dieses Europa eben unter. Die Gründe dafür werden aber leider nicht gesehen. So wird man eben immer weiter und tiefer in den Schlamassel und in die Not hineingeraten.

 

  

 

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hier 

einen angenehmen und lustigen Ausgang für Sie.

Falls Ihnen dieser Artikel jedoch unverständlich, unangebracht, spinnig oder sogar „esoterisch“ vorkommt, gibt es vorerst wohl nur eines: 

Don‘t touch that!

 

 

 

 


Zum kommenden Crash – „Also vor der großen Krise ist Deutschland mit Sicherheit nicht mehr zu retten.“  wurde am 24.10.2019 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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