Die gute alte Zeit

 

von Ingo Hagel

 

 

Teil 8 der beliebten Artikelserie.

Teil 1: Große Liebe

Teil 2: Verschmähte Liebe

Teil 3: Überlegungen

Teil 4: Nichts hören

Teil 5: Gefangenschaft

Teil 6: Anspruchslosigkeit

Teil 7: Klassenkampf

Teil 8: Die gute alte Zeit

Teil 9: Völkerwanderung

Teil 10: Endspiel

Teil 11: Eiswürfel

Teil 12: Irrtümer

Teil 13: Zukunft

Teil 14: Lokführer

Teil 15: Fassungslos

Teil 16: Ablehnung

Teil 17: Verhältnisse

Teil 18: Enge

Teil 19: Einschränkung

Teil 20: Urbanisierung

Teil 21: Wund

Teil 22: Mensch

 

Immer mal wieder gibt es im Internet Einblicke in die „gute alte Zeit“, 

so wie hier in die Geschichte der Schnaps- und Apfelkorn-Firma Berentzen (bei 13:10):

Im Emsland setzt sich die Sozialgesetzgebung nur langsam durch. An einen Acht-Stunden-Tag ist nicht zu denken. 1891 sind zwölf Stunden Anwesenheit in der Fabrik bei zwei Stunden Pause Pflicht. Ein Fortschritt. Frauenarbeit soll bei Berentzen nicht vor 6 Uhr morgens beginnen und nicht nach acht Uhr abends enden.    

 

 

Über diese Probleme können wir heute nur müde lächeln. Und Bontrups Verdi-Kollegen lächelten.

Das „Gute“ kann nicht nur aus der sozialistischen Arbeiterschaft gefordert werden, da der Arbeiter – beziehungsweise der heutige Angestellte – nicht nur Arbeiter ist, also Angehöriger des Wirtschaftslebens, sondern weil er auch Angehöriger des Rechtslebens und des Geisteslebens ist. Und einzig nur aus diesem Wirtschaftsleben heraus einseitige sozialistische, im Einzelnen ja vielleicht berechtigte Forderungen zu stellen, ist eben utopistisch und – in oben genannten Sinne – dekadent, weil man nicht in diesem ungegliederten, alten, und modernen Einheitsstaat bleiben kann, sondern weil man zu einem dreigegliederten sozialen Organismus (Wirtschaftsleben, Rechts Leben (Politik), freies Geistesleben) seine Zuflucht nehmen muss, soll nicht alles immer weiter in völlig unmöglichen Zuständen zugrunde gehen.

Siehe zu diesem Thema die vielen hier auf Umkreis-Online zum Beispiel in diesen Rubriken bereits erschienenen Artikel:

Arbeit darf keine Ware mehr sein –

Arbeitsvertrag ein kaschiertes Lügenverhältnis –

Leiharbeit und Werkverträge –

Lohnfrage –

Teilungsvertrag –

 

 

 

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hier 

einen angenehmen und lustigen Ausgang für Sie.

Falls Ihnen dieser Artikel jedoch unverständlich, unangebracht, spinnig oder sogar „esoterisch“ vorkommt, gibt es vorerst wohl nur eines: 

Don‘t touch that!

 


Die gute alte Zeit wurde am 25.03.2019 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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