Nullpunkt, hohe Regierungsbeamte und Oasen

 

von Ingo Hagel 

 

Gerhard Wisnewski schrieb zum bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder:

Wenn man über Monate hinweg versucht, mit jemandem zu diskutieren und ihn mit rationalen und  wissenschaftlichen Argumenten zu überzeugen, und alles nichts nützt, dann kann man ihn irgendwann nicht mehr ernst nehmen. Er wird intellektuell und sozial zum Außenseiter. Man schreibt ihn ab, schüttelt den Kopf und macht sich über ihn lustig. Das ist ein ganz normaler Prozess. Die zahlreichen Satiren und Karikaturen über Drosten, Wieler, Merkel und andere machen dies deutlich. Und an diesem Punkt bin ich auch mit Markus Söder. Der Unterschied zwischen ihm und seinesgleichen und den „Corona-Kritikern“ besteht darin, dass er den Menschen seinen Standpunkt und seine Maßnahmen mit Gewalt aufzwingen kann. Schon seine Maskenpflicht ist ein Charakterfehler, da die Masken schon nach Meinung von vielen Experten, selbst aus seinem eigenen Lager, nicht nur nutzlos, sondern auch schädlich sind. Söder ist jedoch unbelehrbar. Er will einfach unbelehrbar sein, denn er hat eine ganz andere Agenda, als die Gesundheit und den Schutz der Menschen. Das ist offensichtlich. Und deshalb bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken, weil seine selbst gewählte und lächerliche Beschränktheit mit einer Machtfülle einhergeht, mit der er auch den größten Blödsinn durchsetzen kann … meint er jedenfalls.

 

 

Aber vielleicht ist Söder ja gar nicht unbelehrbar – jedenfalls nicht in diesen Dingen – 

und ist sehr gut belehrt worden und hat sehr gut gelernt, wie er die absolute Mehrheit in Bayern zurückerobern kann:

Die CSU könnte laut einer weiteren Studie die absolute Mehrheit in Bayern zurückerobern. Fast jeder zweite Wähler in Bayern würde sein Kreuz aktuell bei der Partei von Ministerpräsident Markus Söder machen, 

wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Augsburger Allgemeine hervorgeht. Wäre am Sonntag Landtagswahl, kämen die Christsozialen demnach auf 49,1 Prozent der Stimmen. Laut der Zeitung ist es der beste Wert für die CSU seit dem Start ihres „Bayern-Monitors“ im August 2017. Zum Vergleich: Vor etwa zwei Monaten lag die Partei bei fünf Prozentpunkten weniger. 

Vor etwa zwei Monaten“ bedeutet, dass die CSU in Bayern seit der Coronakrise und den Maßnahmen von Katastrophenfall-Söder nicht verloren, sondern gewonnen hat. Dort liegt der Hase im Pfeffer. Beim Wähler! Leute wie Markus Söder wird es immer geben. Unter normalen Verhältnissen würden sie irgendwo den Hof fegen oder irgendwelche untergeordneten Arbeiten verrichten.

 

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an diese Aussage Rudolf Steiners 

mit Blick auf „einen sehr, sehr hohen Regierungsbeamten“ der damaligen Zeit (GA337a,  S. 193):

Ich hielt diesen sehr, sehr hohen Regierungsbeamten für total unfähig, für einen ganz unmöglichen Menschen. Und ich sagte, ich würde meinen, das beste für jenen sehr hohen Regierungsbeamten wäre eigentlich, wenn er von seinem Posten wegkäme und Straßenkehrer würde – das wäre der richtige Beruf für ihn. – 

Aber wir haben keine normalen Verhältnisse. Und deswegen sind diese Leute wie Markus Söder – nur zum Beispiel – dann Ministerpräsident oder Anderes.

Nun ist es schon schlimm genug, dass diese Leute einen Stich ins Höhere haben und hohe Posten anstreben. –

Aber das ist ihr gutes Recht, wie man so schön sagt. –

 

Aber das ganz Schlimme ist, dass wir eine sogenannte „Demokratie“ – 

Also: „Wir sind das Volk!“ –

haben, die diese Leute dann an die höchsten Positionen spült. Man darf nicht glauben, dass das ohne Konsequenzen für das gesamte Gemeinwesen bleibt. Die Teilung der Menschheit, von der ich immer mal wieder schreibe, ist in vollem Gange. Nur leider wird dabei eben diese so genannte demokratische Mehrheit über die Minderheit abstimmen.

Die Schwäche des Staates zeigt sich auf der einen Seite darin, dass er – nur zum Beispiel – diesen Corona-Blödsinn veranstaltet hat und gar nicht damit aufhören will –

ein kleiner minimaler Ausblick hier auf der Seite Zum Zeitgeschehen vom Juli 2020 –

und auf der anderen Seite, dass der Wähler, also der „Souverän“, diesem vermurksten Staat auch noch begeistert Beifall zollt.

Wie bereits erwähnt – und ebenfalls nur zum Beispiel:

78 Prozent in Deutschland zufrieden mit ihrer Regierung in der Coronakrise – Das Verhalten der Kanzlerin fanden sieben von zehn Deutsche gut,  nur 16 Prozent sprachen sich gegen Merkel aus –

 

Es ist ja schon schlimm genug, unter einer Regierung und in einem System leben zu müssen, 

die nicht die Spur eines heilsamen Plans hat für eine fruchtbare Zukunft dieses Gemeinwesens –

und, wo Ansätze zu einem solchen Plan auftauchen mögen, diese unterdrückt –

beziehungsweise nichts gegen diese Unterdrückung unternimmt:

Nur zum Beispiel – Warum hat Deutschland nicht längst einen eigenen freien Videoclip-Kanal?

YouTube sperrt über 25’000 Kanäle! 

Aber noch schlimmer ist es, in einem Volk leben zu müssen, das diese Diktatur des Geistes auf allen Gebieten –

mit wenigen Ausnahmen – und leider haben auch diese wenigen Ausnahmen überhaupt kein Gespür für die Veränderungen, die in diesem niedergehenden Gemeinwesen eigentlich notwendig wären und wollen einfach alle nur zurück in die guten alten Zeiten und den guten alten Einheitsstaat –

gleichgültig bis dankbar hinnimmt.

 

Aber es gehört wohl auch zu den Signaturen dieser Zeit –

die es gilt, zu erkennen, weil es nur dadurch einem erspart bleibt, sich sinnlos aufzubäumen – sinnvoll aufbäumen muss man sich dann immer noch –

dass alle alten Strukturen, Systeme, Verfassungen und Denkmuster an ihrem absoluten Nullpunkt angekommen sind –

was natürlich heißt, dass sie auch von Null auf wieder aufgebaut werden müssen. – Wir müssen also durch die Null durch, wo es vorher nicht gelingt, dass neue Einsichten Platz greifen. –

 

Das erklärt auch diese merkwürdige Oasen-Situation, 

die ich ja immer mal hier auf Umkreis-Online angesprochen habe, die auch Uli Gellermann angesprochen hat,

In diesen Tagen kann man schnell Freunde verlieren. Freunde, mit denen man lange Lebenswege gegangen ist. Freunde, an deren Intelligenz man nie zweifelte. Freunde, mit denen man gemeinsam opponierte. 

die auch manche Andere ansprechen, und die jetzt oben auch Gerhard Wisnewski anspricht:

Wenn man über Monate hinweg versucht, mit jemandem zu diskutieren und ihn mit rationalen und  wissenschaftlichen Argumenten zu überzeugen, und alles nichts nützt, dann kann man ihn irgendwann nicht mehr ernst nehmen. –

und die auch im ganz normalen täglichen Umgang mit seinen „lieben Mitbürgerinnen und Mitbürgern“ gilt. –

Oase heißt ja immer, dass es Einen oder ein paar Wenige (!) gibt, der Wasser hat, aber Keinen, also besagte Null, der Wasser will. Man wird dann also weiterziehen und weitersuchen müssen. –

 

Noch kann man vielleicht etwas sagen, einwenden, zu bedenken geben, 

aber man wird bestenfalls belächelt, denn es haben sich festbetonierte Lager gebildet. –

Nur ein Beispiel von so vielen täglichen Beispielen: Da meinte die freundliche, rüstige alte Dame, mit der ich neulich ins Gespräch kam und versuchte, ihr ein paar Informationen zur sogenannten Coronakrise zu übermitteln – und das auch nur, weil es sich so im Gespräch ergab:

Ach! Sie gehören zu denen da.  

Mit „denen da“ meinte sie diese beratungsresistenten „Verschwörungstheoretiker“, von denen sie vielleicht in der Tages-Leichenschau gehört hatte, und mit denen man sich natürlich auf keine Diskussion einlassen kann. –

Es gibt überhaupt kaum eine Möglichkeit mehr, Jemandem aus dem anderen Lager durch Argumente überzeugen zu können – und das beschreibt nun auch Gerhard Wisnewski als Phänomen.

Der Grund liegt darin, dass das Denken völlig kraftlos geworden ist. Was natürlich mal wieder heißt, dass das Schicksal –

das immer die Aufgabe hat, die Menschen einer Epoche geistig weiterzubringen –

nicht aus dem Denken, sondern aus dem Wahrnehmen die Impulse wird holen müssen, um diesen Beton aufzubrechen.

 

Die Teilung der Menschheit, von der ich immer mal wieder schreibe,

vollzieht sich also immer weiter:

„AfD-Leute bekommen bei mir kein Bier“

Die Wirtin der Suhler Kinobar hat dem AfD-Parteichef Jörg Meuthen Lokalverbot erteilt – und erntet dafür Kritik und noch mehr Zustimmung.

Ich frage mich, wie diese Homepage/Zeitung das herausbekommen haben will, dass die Wirtin für ihre Maßnahme „noch mehr Zustimmung“ als Kritik erntete. – Aber so gehen diese Dinge, und sie gehen immer weiter.

 

Irgendwann wird man sich dann fragen, wo man einkaufen geht, 

wo man sich die Haare schneiden lässt, wo man sein Auto reparieren lässt, oder wer einem eine Kugel Eis verkauft. Wird es noch schwieriger werden eine Wohnung und einen Arbeitsplatz zu finden, weil man seine politische, religiöse, weltanschauliche Zugehörigkeit wird offenbaren müssen? Und natürlich, ob man einen gültigen Impf-Ausweis hat? –

Beziehungsweise wann wird es so weit sein, dass die Anderen in der sozialen Gruppe/Gesellschaft es schon 10 Meilen gegen den Wind riechen werden, dass man nicht aus ihrem Stall kommt – und man auch nicht in ihr Wirtshaus hineindarf. –

Vielleicht kommen irgendwann dann noch die Internetprovider, Wasser- und Elektrizitätswerke auf den Trichter und stellen einem den Saft ab.

 

Man weiß gar nicht so recht, unter welchen Kategorien man obigen Verweis aus einer Kneipe beurteilen soll. 

Unter der juristischen Kategorie, die einem Wirt in seiner Kneipe nun mal das Hausrecht gibt? –

Tja! Da beißt die Maus keinen Faden ab. –

Oder soll man das unter dem Gesichtspunkt der verfallenden Moral, der schrägen Menschlichkeit und des schlechten Geschmacks beurteilen, die immer weiter um sich greifen, und die völlig unangemessene Maßnahmen –

als hätten wir hier irgendwelche Religionskriege –

an die Oberfläche dieses gärenden Sumpfes bringen, der hier eine –

immer mehr in Richtung Bürgerkrieg verfallende – die Amis machen es uns vor –

Republik genannt wird. Die Regierenden geben den Takt mit Lügen, Betrug und heimlichen Kriegen vor –

natürlich nichts mit Bomben und Panzern, da sind die Leute heute ganz empfindlich, aber: Wirtschaftskriege, Korruptionskriege, Verleumdungskriege, Finanzkriege, Drogenkriege, Impfkriege, Medienkriege, Gesetzesbrechkriege, Kulturkriege –

und das Volk, das immer mehr alle Achtung vor seinem Staat verliert, zieht seine Schlüsse für das eigene Verhalten daraus, bis es dann schließlich überhaupt im Krieg Aller gegen Alle landet.

 

Aber leider will sich „Wir – das Volk“ auch nicht selber zu besseren Ideen wenden, 

als dass es am liebsten einfach nur von allen gegenwärtigen Übeln befreit und wieder zum guten Ludwig Erhard, zur guten alten deutschen D-Mark, zu guten Politikern, vielleicht auch zur guten alten Presse und natürlich zum guten alten Einheitsstaat zurückwill. Was natürlich das völlige Gegenteil dessen ist, was die Soziale Dreigliederung möchte –

siehe dazu hier auf Umkreis-Online vielleicht auch diese Suchhilfe. –

Nicht dass sie das nicht auch will. Aber die Wege, auf denen die Soziale Dreigliederung das anstrebt, sind eben gedanklich-praktisch völlig andere Wege als diejenigen sind, die die letzten Jahrhunderte hervorgebracht haben. –

Und vor welche Abgründe diese Wege die Welt und die Gesellschaften und die Menschen geführt haben, kann man jeden Tag sehen, wenn man die Zeitung aufschlägt oder den Fernseher anmacht. –

Aber die Gedankenwege der Sozialen Dreigliederung sind derart, dass sie den oben angeführten Beton, der ja immer zuerst in einem selber liegt, wirklich aufbrechen können. Aber dazu bedarf es eben des Willens des Menschen, diese Ideen denken zu wollen. Wo dieser Wille fehlt, wird das Schicksal den Beton aufbrechen müssen.

 

 

 

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Nullpunkt, hohe Regierungsbeamte und Oasen wurde am 06.07.2020 unter Zum Zeitgeschehen veröffentlicht.

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