Nun ist es schon so, daß die Schwierigkeiten, die bei der Verfolgung des Geisteslebens auftreten können, in der anthroposophischen Bewegung seit nun mehr als zwanzig Jahren wirklich genau studiert, genau erfahren werden konnten. Und es sieht vielleicht zunächst sogar etwas trivial aus, wenn man in wenigen Worten sagt, worin diese Schwierigkeiten bestanden haben. Sie haben einfach darin bestanden, daß diejenigen, die zunächst wollten auf irgendeinem Gebiete Esoterisches anstreben, zu gleicher Zeit sich die Sache zu leicht machen wollten, sie zu bequem haben wollten. Der esoterische Weg ist eben entweder ein schwieriger oder er ist gar keiner. Und man kann eine esoterische Ent-wickelung nicht auf einem bequemen Weg erreichen. Man muß die allgemeine Bemerkung, die so oft gemacht wird, daß es sich dabei um die Überwindung von Schwierigkeiten handelt, daß der Mensch erst über sich hinauskommen muß, in vollem, ich möchte sagen in heiligem Ernste nehmen. Und es müßte vom gegenwärtigen Zeitpunkte an, von dem Zeitpunkte an, dessen Ausgangspunkt in unserer Dornacher Weihnachtstagung liegt, von diesem Zeitpunkte an müßte in der ganzen Auffassung der anthroposophischen Bewegung auch auf den einzelnen Gebieten eine Art von Umschwung eintreten. Und indem Ihr zunächst Euren medizinischen Weg suchet, müßt Ihr Euch innerlich beteiligen gleich von Anfang an an diesem realen Umschwung so, daß es sich sozusagen nicht handeln kann beim esoterischen Wege um eine Beigabe, sondern daß es sich nur handeln kann um eine völlige Erfüllung des Lebensweges mit den esoterischen Impulsen. Alles was dazu getan werden kann, soll in den Vorträgen getan werden. Aber es muß, wie ich am Ende der heutigen Auseinandersetzung sagen werde, sich etwas anschließen. …
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